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Pressemitteilung 3/2004: Marburg, tg.mt.2004

Weggewischt

HU-Aktion gegen Neofaschismus in Marburg

"Wir dürfen solche faschistischen Schmierereien im öffentlichen Raum nicht dulden", erklärt Dr. Ulrich Brosa. Deswegen beseitigt der Amöneburger Physiker Hakenkreuze und andere Nazi-Symbole, wo immer er sie findet.
Eine Aktion gegen Nazi-Schmierereien in Marburg hat die Humanistische Union (HU) am Montag (9. Februar) an der Philosophischen Fakultät der Philipps-Universität unternommen. Am Gebäude der "Phil Fak." hatte Brosa am Samstag (7. Februar) ein Dutzend Hakenkreuze entdeckt. Gemeinsam mit Prof. Hans Schauer und dem hessischen HU-Landessprecher und Marburger Ortsvorsitzenden Franz-Josef Hanke trat er am Montagvormittag zur öffentlichen Beseitigung der neofaschistischen Äußerungen an. Vor den Augen der heimischen Prresse überstrich er die Symbole mit Dispersionsfarbe, die dem Farbton der Wand entsprach.
Irgendjemand hatte am Wochenende genau die selbe Idee gehabt und mehrere Hakenkreuze direkt beim Eingang zur Phil. Fak. mmit violeter farbe übermalt. Diese Stellen ließen die HU-Vertreter unberührt, da die Nazi-Schmiererei hier bereits eine passende Antwort erhalten hatte.
Bedauern äußerten die HU-Aktivisten über die schleppende Bearbeitung von Strafanzeigen gegen Nazi-Schmierereien. Schauer wies darauf hin, dass in Marburg beispielsweise eine internationale Sommer-Universität stattfindet. Besucher bekämmen ein erschütterndes Bild von der Stadt, wenn derartige Nazi-Parolen und Symbole einfach stehen blieben.
Fabian Rehm vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA) schlug vor, der AStA könne gegen die Schmierereien erstatten.
Der AntiFa-Referent wis die HU-Vertreter auf einen Spruch hin, der an einer Garage auf dem Parkplatz der Fil. Fak. prangte "Death to ZOG". Die Abkürzung stehe "ZOG" stehe für "Zionist Occupied Government", zionistisch besetzte Regierung". Auch diesen Spruch machte Brosa innerhalb weniger Minuten unsichtbar.
Der HU-Ortsverband Marburg ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, keine faschistischen Parolen und Zeichen in der Öffentlichkeit zu dulden. Wenn möglich, solle man sie beseitigen. Außerdem hält die HU hier auch Strafanzeigen für angemessen. Damit zeige man, dass es einem ernst ist mit der Forderung: "Nie wieder Faschismus!"

Dragan Pavlovic
(HU-Pressesprecher)

 
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