Peter Menne zum Vorsitzenden wiedergewählt
04.08.2008 - me
Die Ortsmitgliederversammlung der Humanistischen Union (HU) Ortsverband Frankfurt wählte am Samstag (2. August) einen neuen Vorstand. Peter Menne wurde zum Vorsitzenden wiedergewählt. Norbert Sanden und Wolfgang Hoog sind die beiden neuen Gesichter im fünfköpgigen Ortsvorstand. Wiedergewählt wurden der stellvertretende Ortsvorsitzende Karl Bergmann und Klaus Scheunemann.
Norbert Sanden wurde zum Schatzmeister gewählt. Hauptberuflich ist er Geschäftsführer des Radfahrer-Verbands "Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club" (ADFC) Hessen. Er übernimmt das Amt von Klaus Scheunemann, der die Humanistische Union 1961 mitgegründet und den Ortsverband Frankfurt lange Jahre engagiert geleitet hat.
Scheunemann hatte für das Amt des Schatzmeisters nicht mehr kandidiert, bringt aber seinen großen Erfahrungsschatz als Beisitzer in den Ortsvorstand weiter ein. Renate Scheunemann gehörte dem Ortsvorstand seit vielen Jahren an. Aus gesundheitlichen Gründen hat sie nicht mehr kandidiert.
"Mit der Reihe Leitkultur Menschenrechte gemeinsam mit der Frankfurter Rundschau war uns ein Quantensprung hinsichtlich öffentlicher Resonanz gelungen", sagte der Vorsitzende Peter Menne. Für den Herbst stehen einige Veranstaltungen auf dem Programm: Geplant ist eine Informationsveranstaltung zum neuen BKA-Gesetz- Nach dem aktuellen Gesetzesentwurf werden dem Bundeskriminalamt (BKA) zahlreiche geheimdienstliche Ermittlungsmethoden zugestanden bis hin zur umstrittenen "Online-Durchsuchung". Als "Nebenwirkung" der geplanten neuen Befugnisse wird die Privatsphäre Unbeteiligter ausgeforscht.
Obwohl das Bundesverfassungsgericht das nordrhein-westfälische Gesetz zur Online-Durchsuchung im Februar 2008 verworfen hat, versucht Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble jetzt erneut, "Bundestrojaner" einzusetzen. Neben der rechtspolitischen Perspektive wird die HU Frankfurt einen Referenten einladen, der über ganz praktische Folgen berichtet: über absurde Fehlinterpretationen von Sicherheitskräften, wenn ein V-Mann erzählt.
Zur Buchmesse veranstaltet die Humanistische Union gemeinsam mit dem Club Voltaire und den Freidenkern am Freitag (17. Oktober) eine Lesung mit Colin Goldner: "Der Dalai Lama - Fall eines Gottkönigs". Colin Goldner ist ausgewiesener Experte für Esoterik. Neben esoterischen Zirkeln hat er die sogenannten "Familienaufstellungen" nach Bert Hellinger untersucht. Jetzt erscheint beim Alibri-Verlag die überarbeitete Neu-Auflage seines Buches über den Dalai Lama und seine Rezeption in Deutschland.
Mit "Ethik und Islam" wird der HU-Ortsverband Frankfurt wiederum ein Angebot schaffen, sich mit Religionen neben den christlichen Kirchen kritisch, aber differenziert auseinanderzusetzen.
Peter Menne - 04.08.2008