Nicht alle sind völlige Versager. Doch die versammelten Staatsführer dieser Welt haben beim Klimaschutz kläglich versagt.
Taktiererei und Kungelei zeichneten den internationalen Klima-Gipfel in Kobenhagen aus. Heimliche Hinterzimmer-Runden waren anscheinend Herren des - letztlich gescheiterten - Geschehens.
Wieder einmal haben Vertreter der Industrie-Nationen sich hier angemaßt, über die gesamte Welt zu entscheiden. Länder aus Afrika, Asien und Lateinamerika haben sich diesen "Klima-Imperialismus" zu Recht nicht bieten lassen.
30 Milliarden wollten die Reichen den Armen versprechen, wenn sie auf technische Entwicklung zugunsten des Klimas verzichten. Selber verzichten allerdings wollten die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und China nicht wirklich.
Statt an einem Strang zu ziehen, um die Zukunft der Menschheit vor hitzigen Entwicklungen zu bewahren, haben die Staatsführer eiskalt ein intrigantes Schwarzer-Peter-Spiel inszeniert. Das
Peter-Prinzip hat damit auch auf dieser Ebene seine weltweite Gültigkeit bewiesen.
Nachdem die versammelten Staats- und Ministerpräsidenten nicht einmal ein gemeinsames Abschlussdokument zusammengekriegt haben, sollte man sie eigentlich alle zum gemeinsamen Nachsitzen verdonnern. Wie beim Konklave der katholischen Kirche, wo die Kardinäle die Sixtinische Kapelle erst nach der erfolgreichen Wahl eines Papsts verlassen dürfen, müssten auch die Staatslenker erst wieder heimgelassen werden, wenn sie mindestens die Werte für eine garantierte Begrenzung der Erd-Erwärmung auf höchstens zwei Grad fest vereinbart haben.
Niemanden, der da mitgemauchelt hat, dürften die Völker dieser Welt widerwählen. Denn alle gemeinsam haben mit dem Scheitern dieser Konferenz die Menschheit in die selbst aufgeheizten Brennöfen gestoßen.
Auch wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel dort im Vergleich zu Anderen noch eine halbwegs annehmbare Figur gemacht hat, muss auch sie sich das Scheitern der Kopenhagener Konferenz zurechnen lassen. Gleiches gilt auch für ihren Umweltminister.
Auch diese beiden Politiker dürften erst wiedergewählt werden, wenn sie wenigstens in Deutschland hochwirksame Regelungen zum Klimaschutz umgesetzt haben. Davon sind auch sie noch meilenweit entfernt!
Letzlich hat sich der vollmundig angekündigte Klima-Gipfel als doppelt schädlich erwiesen: Nicht nur haben annähernd 30.000 Menschen durch Flüge oder Fahrten dorthin zu einer erhöhten Belastung des Klimas beigetragen. Zugleich hat diese Konferenz auch das Klima der Staaten untereinander nachhaltig geschädigt.
Die Kohlen aus dem Feuer holen wollen die gescheiterten Schönredner ihres eigenen desaströsen Debakels nun Ende 2010 in Mexico. Wer daran glaubt, wird selig!