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Feindselige Osterbotschaft

Bischof Mixas unglaublicher Umgang mit den Ungläubigen


13.04.2009 - FJH


Mit seiner Osterpredigt hat der Augsburger Bischof Walter Mixa am Sonntag (12. April) vor allem Atheisten gegen sich aufgebracht. Die "gottlosen Regimes des Nationalsozialismus und des Kommunismus" hätten "Christen und die Kirche besonders verfolgt", behauptete er. Daraus leitete Mixa eine globale Kritik am Atheismus ab.


Fast grenzt seine Reklamierung einer besonderen Opfer-Rolle der Kirche an eine Leugnung des Holocausts, waren die Opfer des Faschismus doch in erster Linie Juden und nur zum sehr geringen Teil Christen. Die katholische Kirche schloss damals sogar ein Konkordat mit dem "Führer" Adolf Hitler, das noch heute gültig ist.


Diese opportunistische Kollaboration der katholischen Kurie mit dem Faschismus blendete Mixa aber völlig aus, wenn er behauptete: "Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regimes des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen."


Seine wenig differenzierte Kritik an Faschismus und Kommunismus benutzte der reaktionäre Augsburger Bischof zu einer Attacke auf Religionslose und Atheisten: "Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da wird bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet."


Positionen eines humanistischen Atheismus blendet Mixa damit vollständig aus seiner Weltsicht aus. Für ihn ist nur seine eigene Wahrheit vom jenseitigen Paradies wirkich erträglich.
"Eine Gesellschaft ohne Gott ist die Hölle auf Erden", meinte er.


Ebensowenig, wie missionarisch auftretende Atheisten die positive Religionsfreiheit achten, achtet dieser missionierende "Christ" die negative Religionsfreiheit. Im Gegensatz zzu den allermeisten Atheisten aber betreibt Mixa in einer schlimmen Weise Geschichtsklitterung. Er macht eine Mittäterin zum Haupt-Opfer und zeigt gleichzeitig eine ignorante Intoleranz.


Dieser Bischof ist nicht viel besser als die reaktionäre Pius-Bruderschaft, die geschichtliche Wahrheiten verdreht und eine Rückkehr zu kirchlichen Riten des Mittelalters gefordert hat. Solange solche Positionen sich in der katholischen Kirche unkritisiert halten können, ist sie meilenweit entfernt von jener Erneuerung, die Papst Johannes XXIII. Zu Beginn der 60er Jahre Mit dem 2. Vatikanischen Konzil anstoßen wollte. Sie aber war schon damals dringend überfällig.


Franz-Josef Hanke - 13.04.2009



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