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Scharf Schießen ist kein menschenfreundlicher Sport

Waffenarsenale gehören nicht in Wohnungen!


24.03.2009 - FJH


Eine Gesetzesinitiative zur Verschärfung des Waffenrechts haben die SPD-Innenminister der Bundesländer am Montag (23. März) angekündigt. Der derzeit amtierende Vorsitzende der Innenministerkonferenz der Länder schlug vor, Waffen und Munition künftig getrennt aufzubewahren.


Dieser Vorstoß wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Wäre er bereits zu Monatsbeginn verwirklicht gewesen, hätte der 17-jährige Tim im baden-württembergischen Winnenden nicht gleichzeitig zur Pistole seines Vaters greifen und sie mit Munition bestücken können. 15 Menschen wären dann noch am Leeben.


Deswegen ist wenigstens dieser Vorschlag es wert, sofort Gesetzeskraft zu erlangen. Schließlich könnte er Leben retten.


Warum aber überhaupt Waffen in Wohnungen aufbewahrt werden, bleibt damit weiterhin unbeantwortet. Bereits am Freitag (13. März) hatte Dragan Pavlovic in einer Presseerklärung des HU-Ortsverbands Marburg ein vollständiges Verbot der Aufbewahrung von Waffen in Wohnungen gefordert.


Diese Forderung bleibt nach wie vor richtig. Nach wie vor hat noch niemand einleuchtend erklärt, warum sogenannte "Sportschützen" schießen üben müssen und warum sie dabei auch noch scharfe Munition verwenden.


Das Schießen ist ein lebensverachtender Sport. Die Gesellschaft sollte dieses Hobby ächten!


Ein Großteil der sogenannten "Sportschützen" ist entweder Waffen-Fetischist, Militarist oder gar reaktionärer Anti-Demokrat, wenn nicht gar Neofaschist. Diesen Leuten sollte die Gemeinschaft nicht die Freiheit einräumen, eine derartige Persönlichkeitsstruktur auch noch waffenstarrend auszutoben.


Wenn überhaupt Schießen als Sport betrieben wird, dann kann man mit Lichtkanonen auf elektronische Zielscheiben feuern, die den Lichtimpuls als Treffer erkennen Scharfe Munition benötigt dieser Sport jedenfalls nicht.


Und mehr als ein oder höchstens zwei Schießeisen braucht wirklich niemand. Tims Vater hatte aber weit mehr als ein Dutzend Waffen in seiner Wohnung!


Zwischen sieben und acht Millionen Waffen befinden sich in Deutschland in Privateigentum. Das sind eindeutig zu viele!


Ein schärferes Waffenrecht ist daher dringend geboten. Wenn nicht wieder Massaker wie in Winnenden oder Erfurt geschehen sollen, muss die Bewaffnung deutscher Waffen-Narren zumindest deutlich verringert werden. Waffen gehören eigentlich gar nicht in Wohnungen oder Privathände!


Franz-Josef Hanke - 24.03.2009



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