Saakaschwilis gefährliches Spiel mit dem Feuer
08.08.2008 - FJH
Der georgische Präsident Michail Saakaschwili scheint den Verstand verloren zu haben. Die Antwort der russischen Armee auf den Einmarsch georgischer Truppen in die abtrünnige Region Südossetien ließ am Freitag (8. August) jedenfalls nicht lange auf sich warten. Nun droht ein Krieg im Kaukasus.
Offenbar spekuliert Saakaschwili darauf, dass die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und die Nordatlantische Vertrags-Organisation (NATO) ihm zu Hilfe eilen. Das aber brächte die direkte Konfrontation dieser Länder mit Russland.
Jeder friedfertige Mensch kann nur inständig hoffen, dass das nicht passiert. Dem noch amtierenden US-Präsidenten George W. Bush wäre derlei aber durchaus zuzutrauen.
Saakaschwili spielt mit dem Feuer und spekuliert dabei darauf, dass andere die Kohlen für ihn aus dem Feuer herausholen. Dabei hatten die deutsche und die französische Regierung noch im April 2004 Bushs Vorschlag abgelehnt, Georgien unverzüglich in die NATO aufzunehmen. Sie wussten wohl ganz genau, warum.
Mit der russischen Regierung ist nicht zu spaßen. Der neue russische Präsident Dimitri Medwedew Mimt nun den starken Mann. Seine Antwort auf Saakaschwilis Wahnsinnstat ist nicht nur eine schallende Ohrfeige für den georgischen Präsidenten und das kaukasische Volk, sondern auch eine Warnung an alle einstigen Sowjet-Republiken, die jetzt gen Westen streben. In der Ukraine wird man das wohl schon verstanden haben.
Zu hoffen bleibt letztlich nur, dass Vernunft und Diplomatie am Ende obsiegen werden und es eine friedliche Lösung des Konflikts geben wird. Leidtragende dieses beidseitigen Größenwahns sind schließlich die Menschen auf beiden Seiten. Ihnen ist ein schnelles Ende der Kampfhandlungen nur dringend zu wünschen.
Franz-Josef Hanke - 08.08.2008