Anschlag auf deutsche Soldaten in Afghanistan
27.03.2008 - FJH
Die afghanische Bevölkerung respektiere die deutsche Bundeswehr. Das wurde in den vergangenen Monaten immer wieder beteuert. Eine ganz andere Sprache hingegen spricht der jüngste Anschlag auf drei Bundeswehrsoldaten in der nordafghanischen Stadt Kundus.
Mit ihrem gepanzerten Fahrzeug vom Typ "Dingo" waren die Soldaten bei einer Patrouillenfahrt auf einen Sprengsatz aufgefahren. Zwei Insassen des Gefährts wurden schwer verletzt. Ein dritter Soldat erlitt leichte Verletzungen.
Die politische Verantwortung für dieses Attentat haben Medienberichten zufolge die Taliban übernommen. Zumindest sie sehen die Bundeswehr nicht als "Aufbau-Team", wie es die deutsche Politik die Bevölkerung gerne glauben machen möchte.
Der Einsatz in Afghanistan ist mörderisch. Ginge es wirklich nur um Frieden, dann wären dort nicht Soldaten, sondern zivile Entwicklungshelfer. Die Mehrheit der Menschen hat das längst kapiert.
Franz-Josef Hanke - 27.03.2008