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Verfassungsbruch war kein Thema

Zum Rücktritt des Kriegsministers


01.03.2011 - admin


Der akademische Angriff auf die Doktorwürde des Kriegsministers sorgt seit mehr als zwei Wochen für reichlich nervige Diskussionen. Im Ausland lachen sich die Menschen darüber kaputt. Nun nahm er seinen Helm und trat zurück.


Wie peinlich das doch ist! Dieser in Deutschland bei etwa 60 bis 70 % der Bevölkerung angeblich so beliebte Kriegsminister tritt zurück, weil er sich den Doktortitel erschlichen haben soll.
So heruntergekommen ist dieses Land, ohne jede Würde und Achtung vor der Geschichte. Es schloss einen militaristisch orientierten, rechten Adligen in sein Herz.


Diesen Helmträger lieben die am Hindukusch die Freiheit verteidigenden deutschen Soldaten und - was noch viel schlimmer ist - deren Erzeuger. Als dieser unheimlich noble Jurist neuerlich meinte, deutsche Wirtschaftsinteressen müssten im Ausland notfalls mit Waffengewalt durchgesetzt werden, forderten in Deutschland nur nicht vernehmbare Stimmen seinen Rücktritt.


Diese "Verfassungswirklichkeit“ hat mit den Gedanken der Väter des Grundgesetzes nichts, aber auch rein gar nichts mehr zu tun. Leider werde ich das Gefühl nicht los, dass der Abstieg dieses Landes immer mehr an Fahrt zunimmt.


Tronje Döhmer - 01.03.2011



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