Der Arbeitskreis Frieden des HU-Ortsverbands Marburg wurde im Oktober 1981 gegründet. Seitdem hat er sich an zahlreichen Aktionen für das Recht aller Menschen auf ein Leben in Frieden und Selbstbestimmung beteiligt. 1998 hat der die
Marburger Friedensinitiative "Nein zum Krieg!" mitgegründet.
Übersicht der Rubrik Frieden
Nein, das Todesurteil gegen Saddam Hussein war nicht gerade weise! Anders verhält sich das hingegen mit einem Urteil des Sozialgerichts Fulda vom Freitag (29. Dezember). Die Richter drohten dem Vorstandsvorsitzenden der Bundesagentur für Arbeit (BA) Erzwingungshaft an, wenn die BA dem Landkreis Hanau nicht alle ihr bekannten Offenen Stellen übermittelt. Ist das bis zum 31. Januar 2007 nicht geschehen, muss Frank-Jürgen Weise in den Knast!
Irgend etwas stimmt da nicht! Da behaupten die Politiker immer, wegen der überbordenden Gefahr terroristischer Anschläge müssten sie zum Schutz der Menschen deren Bürgerrechte drastisch einschränken. Doch wenn sie dann einmal die Möglichkeit haben, die Bevölkerung mit einem einzigen Federstrich vor terroristischen und anderen Gefahren zu schützen, dann zieren sie sich. So sind beispielsweise Bundes-Innenminister Wolfgang Schäuble und andere vehemente "Schützer vor dem Terror" merkwürdig still, wenn es um die Verlängerung der Laufzeit des Atomkraftwerks Neckarwestheim I geht.
Krieg kostet nicht nur Menschenleben. Zusätzliche 106,5 Milliarden Dollar beantragt Präsident George W. Bush jetzt für die US-Army. Damit verschlingt sie im Jahr 2007 alleine 170 Milliarden Dollar.
“Demokratisch geprüfte Sicherheit – Möglichkeiten einer wirksamen Kontrolle der Polizei“ lautete der Titel einer Diskussionsveranstaltung am Dienstag
(12. Dezember) im Hörsaalgebäude der Philipps-Universität. Zusammen mit dem Zentrum für Konfliktforschung der Philipps-Universität hatte
der HU-Ortsverband Marburg den ehemaligen Hamburger Innensenator Hartmuth Wrocklage nach Marburg geholt, um mit ihm die Möglichkeiten einer Kontrolle der Polizei zu diskutieren.
Genau davor hatten israelische Intellektuelle schon während des Krieges gewarnt: Damals hatte die israelische Armee den Libanon bombardiert. Nun nutzen pro-syrische Kräfte unter Führung der Hisbollah die Gunst der Stunde aus, um den geschwächten Ministerpräsidenten Fuad Siniora mit Massendemonstrationen aus seinem Amt zu vertreiben.
Die Alarmsignale häufen sich. Ein 18-jähriger geht in Emsdetten in seine ehemalige Schule und schießt wild um sich. In Siegburg foltern drei Häftlinge ihren Zellengenossen stundenlang unbemerkt und bringen ihn schließlich um. Aufgeschreckt durch diese Taten, ist nun eine heftige Debatte über Gewalt in der Gesellschaft entbrannt. Doch die wesentliche Frage stellen nur wenige: Ist nicht diese Gesellschaftsstruktur selbst voll von subtiler und offener Gewalt?
35 Millionen US-Amerikaner leiden an Hunger. Das ist die erschreckende Quintessenz eines Berichts, den die zuständige Behörde bis nach der Kongress-Wahl zurückgehalten hat. Den Hunger hat das US-Landwirtschaftsministerium nun auch abgeschafft. Ab sofort heißt er offiziell "geringe Nahrungsmittel-Sicherheit".
Auch Deutschland sei nicht sicher vor terroristischen Anschlägen, warnte Generalbundesanwältin Monika Harms am Freitag (10. November). Deswegen werde sich die Bevölkerung auch hierzulande an eine flächendeckende Video-Überwachung von Plätzen und Bahnhöfen gewöhnen müssen. In das selbe Horn stieß einen Tag später auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Auch sie möchte den Stars von Film und Fernsehen ihre Exklusivität nehmen: Jeder soll bald überall im Lande gefilmt werden!
Vor faschistoiden Haltungen in der Mitte der Gesellschaft hat der ehemalige Bundesfinanzminister Manfred Lahnstein am Samstag (11. November) gewarnt. Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble forderte die Bürgerinnen und Bürger am Freitag (10. November) auf, gegen solche Positionen anzukämpfen. Wenn wesentlich mehr Menschen wählen gingen, dann könnten rechte Parteien wie die NPD die 5-Prozent-Hürde nicht überspringen. Doch hier schiebt Schäuble in einem neuen Schwarzer-Peter-Spiel dummdreist die Schuld von sich auf andere.
"Schändung der Totenruhe" scheint die Schlagzeile der Woche zu sein. Ausgangspunkt, wie könnte es anders sein, ist die Zeitung mit den vier großen Buchstaben. Es ist ein taktloses Verhalten, dass diese Soldaten in Afghanistan an den Tag legten. Aber mehr auch nicht.