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Wie vermeiden wir den Invaliden-Status?

Eine satirische Rettungsaktion


16.07.2007 - jn


Das neue Anti-Doping-Gesetz rettet niemanden vor Sportbetrug, nur die Herrschaften Politiker vor dem Vorwurf völliger Untätigkeit. Nicht einmal die aktiven Leistungssportler im Rad-Straßenkampf werden damit vor sich selbst geschützt. Also müssen wir doch wieder selbst in die Hände spucken.


Auf gar keinen Fall sollten wir stundenlang bewegungsarm rumsitzen und zum Beispiel auf Bildschirme starren. Denn wer sich vier Stunden einfach nicht vom Fleck rühren kann, sei es im Flieger, Auto oder am Arbeitsplatz, dem droht Schlimmes.


Das verrät uns eine aktuelle Studie der Welt-Gesundheitsorganisation (WHO). Die WHO Research Into Global Hazards of Travel droht uns für den Fall der Zuwiderhandlung ein erhöhtes Risiko auf eine venöse Thrombo-Embolie (auf Deutsch: Blutgefäss-Verstopfung) an. Glück auf, so eine wollten wir doch immer schon mal am eigenen Leibe studieren.


Sollten wir allerdings, trotzig wie wir nun einmal aus der Kindheit hervorgegangen sind, beschließen, trotzdem stinkfaul auf der Schwarte hocken zu bleiben und weiter ungesundes Zeugs mampfen, dann kommt es noch dicker. Denn in den USA grassiert gegenwärtig eine Fettleibigkeits-Epidemie. Beinahe drei von vier US-Amerikanern sind übergewichtig. Und da wir Deutschen bekanntlich den Amis alles mit Zeitverzögerung nachmachen, wissen wir ja, was uns blüht.


Tja, es sieht ganz so aus, als ob ein schwerer Test auf uns zukommt. Entscheiden wir uns diesmal für ein optimistisches "Kopf hoch" - zu gut Deutsch also Nichtstun - oder für ein nüchternes "Arsch hoch", also einmal nicht wie sonst immer? Egal, wir fühlen uns so oder so gut. Wo kämen wir denn sonst hin.


Jürgen Neitzel - 16.07.2007



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