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Stoiber - "von Gottes Gnaden" - ein Witz

Wenn Weltpolitiker dem Volk die Lage verkünden


19.01.2007 - jn


Der liebe Gott sah nach sehr langer Zeit mal wieder auf die Welt, und siehe, die Welt war nicht gut und gelungen.


"Nein, so geht es nicht weiter", verkündete er, und beschloss, die Welt untergehen zu lassen. Damit es aber die Menschen auch mitkriegten, bediente er sich außer Orkanen und Hochwassern auch bekannter Weltpolitiker als seine Sprachrohre.


Also trat Präsident Putin vor die Fernsehkameras: Ich habe zwei schlechte Nachrichten. "Anscheinend gibt es Gott wider Erwarten doch, auch wenn man bisher wenig davon merken konnte. Traurig, denn er hat mitgeteilt, dass die Welt untergehen soll."


Zur besten Sendezeit der US-TV-Networks hält George Dabbelju Bush seine Rede an die Nation: "Ich habe eine gute und eine schlechte Botschaft zu überbringen. Die gute lautet: Ich habe es gewußt - seit meinem vierzigsten Lebensjahr: Gott existiert - nicht nur für mich. Die schlechte lautet: Die Welt wird demnächst leider untergehen, aber wir können nichts dafür und auch nichts dagegen tun."


Bestens vorbereitet wie immer, tritt Deutschlands Weltpolitiker Edmund Stoiber vor das Blitzlichtgewitter der Medien-Meute. Strahlend verkündet er in die Kameras: "Die Welt ist schön. Ich habe zwei rundherum Gute Botschaften. Erstens: Gott hat sich mir offenbart. Zweitens: Ich werde in der Welt herrschen bis ans Ende der Zeit."


Jürgen Neitzel - 19.01.2007



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