Mitglieder und Freunde des HU-Ortsverbands Marburg veröffentlichen hier Kommentare zu aktuellen politischen Themen oder Hintergrund-Texte zu bürgerrechtlichen Fragestellungen. Namentlich oder mit Kürzel gekennzeichnete Beiträge geben dabei aber ausschließlich die Meinung des jeweiligen Verfassers wider. Sie können sich sogar im Gegensatz zu Positionen der Humanistischen Union (HU) oder des HU-Ortsverbands Marburg befinden.
Außenstehende können Kommentare dazu im
Diskussionsforum hinterlassen.
Übersicht der Rubrik Debatte
Noch nie hat der Deutsche Bundestag eine Entscheidung mit so weitreichenden Auswirkungen getroffen wie am Freitag (29. Juni). Noch nie haben einzelne Abgeordnete fast aller Bundestagsparteien so wohlwollend über eine Volksabstimmung gesprochen. Noch nie gab es in der Bundesrepublik so deutliche Warnungen aus so vielen verschiedenen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Spektren vor den Folgen einer mit Zwei-Drittel-Mehrheit getroffenen Parlamentsentscheidung.
"Das alte Europa" steht am Scheideweg. Hatten US-amerikanische Politiker wie Donald Rumsfeld diese Bezeichnung einst despektierlich zur Herabwürdigung eines traditionsbewussten Kontinents gebraucht, so könnte sie heute die Unterscheidung zwischen zwei Alternativen verdeutlichen, die dem Deutschen Bundestag am Freitag (29. Juni) zur Entscheidung vorliegen. Mit einem Zwei-Drittel-Votum entscheidet das deutsche Parlament dann über die Annahme des Fiskalvertrags und des Europäischen Stabilitäts-Mechanismus (ESM) oder seine Ablehnung.
Steter Tropfen höhlt den Stein. Nach dieser altbekannten Devise möchte die Mehrheit des Deutschen Bundestags künftig mehr Organspender gewinnen. Mit großer Mehrheit hat das Parlament daher am Freitag (25. Mai) einem fraktionsübergreifenden Antrag zur Änderung des Transplantationsgesetzes zugestimmt.
Friedlich geendet haben die Demonstrationen des Aktionsbündnisses "Blockupy" am Samstag (19. Mai) in Frankfurt. Damit haben die globalisierungskritischen Demonstranten viele skeptische Beobachter positiv überrascht. Angesichts des flächendeckenden Verbots aller Protestveranstaltungen am Himmelfahrts-Wochenende hatten viele mit gewalttätigen Auseinandersetzungen gerechnet.
Religion und Philosophie im heutigen Deutschland sind geprägt durch Pluralismus. Dennoch sorgte im Wintersemester eine Veranstaltung für allerlei Verwirrung, die im Rahmen des Seminars "Religion und Gesellschaft“ angeboten wurde.
Keine andere Zeitung in Deutschland hat so viele Rügen des Deutschen Presserats kassiert wie BILD. Keine andere Tageszeitung hat hierzulande aber auch so viele Leser wie die BILD-Zeitung. Zu ihrem 60. Geburtstag will der Verlag Axel Springer jedem Bundesbürger eine seiner Zeitungen kostenlos in den Briefkasten stecken.
Seit vielen Jahren haben die großen Parteien Deutschland und seine Politik fest im Griff. Nun wollen sie auch unbequeme Abgeordnete in den eigenen Reihen an die Leine legen. Wer anderer Meinung ist als die Parteispitze, der soll im Deutschen Bundestag künftig nicht mehr reden dürfen.
Das Ergebnis war zu erwarten. Joachim Gauck wurde von der Bundesversammlung am Sonntag (18. März) in Berlin zum elften Bundespräsidenten gewählt. Auch wenn er mit 991 Stimmen bei 102 Enthaltungen und 128 Stimmen für seine Gegenkandidatin Beate Clarsfeld eine deutliche Mehrheit von ungefähr 80 Prozent und sicherlich eine gleich große Mehrheit der Bevölkerung hinter sich hat, haben sich nichtsdestotrotz auch kritische Stimmen gemeldet.
Der designierte Bundespräsident Joachim Gauck ist eine Fata Morgana. Um sich vom Schock des zweiten Amtsrücktritts in drei Jahren zu erholen, hievt man jetzt eine noch ungenießbarere Fehlbesetzung ins überflüssige Luxus-Amt.
"Unwissen schützt vor Strafe nicht." Dieser alte Rechtsgrundsatz gilt zwar für alle Bürgerinnen und Bürger, offenbar aber nicht für die Hessische Polizei. Jedenfalls hat Landespolizeipräsident Udo Münch am Freitag (16. März) die Kritik des Datenschutzbeauftragten Prof. Dr. Michael Ronellenfitsch am rechtswidrigen Einsatz von Staatstrojanern gegenüber den Medien mit der Entgegnung zu beschwichtigen versucht, die Hessische Polizei habe seinerzeit nicht gewusst, dass die verwendete Software rechtlich nicht einwandfrei war.